Für alle „Mach ich später“-Typen: Die 8-Minuten-Regel

Für alle „Mach ich später“-Typen: Die 8-Minuten-Regel

Ist dein Hauptproblem in Sachen Zeitmanagement das Anfangen? Dann habe ich heute einen Quick-Tipp für dich: Probier es doch mal mit meiner 8-Minuten-Regel.

Sortierst du morgens auch erst mal deine To-Do-Liste neu (über Nacht, während du GESCHLAFEN hast, NACHDEM du am Abend die Liste für den nächsten Tag geschrieben hattest, könnte sich daran ja was geändert haben)? Und musst dann unbedingt erstmal deine Mails, Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn, Xing, Pinterest und TikTok checken? Und brauchst dann erstmal einen zweiten Kaffee, weil du ohne volle Kaffeetasse nicht arbeiten kannst? Und musst dann erstmal den Schreibtisch auf- oder umräumen (in dem Chaos kann doch niemand denken – außer dir in den vergangenen vier Wochen, in denen dein Schreibtisch jeden einzelnen Tag GENAUSO aussah wie jetzt gerade)? Und ist dann plötzlich Mittagspause?

Dann herzlich willkommen im „Da ist doch noch Zeit, das mache ich gleich“-Club!

Wenn du einmal arbeitest, hast du kein Problem dich zu konzentrieren und durchzuziehen. Du weißt auch genau, welche Aufgaben wichtig sind und welche nicht. Und du hast auch jederzeit den Überblick über deine Tasks. Dranbleiben, Priorisieren, nichts vergessen – diese häufigen Probleme in Sachen Zeitmanagement stressen dich überhaupt nicht. Du kannst dich einfach nur nicht aufraffen, endlich anzufangen (so wie dieser Text 😉).

Weil ich sozusagen die Präsidentin im „Da ist doch noch Zeit, das mache ich gleich“-Club bin, habe ich mir dafür etwas ausgedacht. Und auch wenn wir unseren Club dann bald aus Mitgliedermangel auflösen müssen, hoffe ich, das sie auch dir hilft: die 8-Minuten-Regel.

Die 8-Minuten-Regel schnell erklärt

Die 8-Minuten-Regel ist ganz einfach: Du verpflichtest dich, dich 8 Minuten auf deine Aufgabe zu konzentrieren. Wenn du danach immer noch keine Lust darauf hast oder dich lieber mit etwas anderem beschäftigen willst, nur zu! Du musst kein schlechtes Gewissen mehr haben, denn du hast die 8-Minuten-Regel befolgt.

Warum 8 Minuten und nicht 5 oder 10? Weil ich mal irgendwo gelesen habe, dass wir nach einer Unterbrechung 8 Minuten brauchen, um uns wieder in unsere Aufgabe hineinzudenken und neu zu konzentrieren. Also dachte ich mir, dass das auch fürs Anfangen gilt und tatsächlich klappt das für mich großartig: Wenn ich mich 8 Minuten zusammenreiße, bin ich in den meisten Fällen so im Thema und im Flow, dass ich weitermachen WILL. (Und wenn nicht, habe ich es zumindest versucht und bin 8 Minuten weiter in der Aufgabe als vorher).

Allerdings kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen, woher ich die Info mit den 8 Minuten habe. Die einzige aktuell zitierte Studie, die ich dazu finde, spricht davon, dass wir etwas mehr als 23 (!) Minuten brauchen, um nach einer Unterbrechung zu unserer Aufgabe zurück zu kehren. Klingt erstmal lange, aber nur bis man sich die Ergebnisse der Studie genauer ansieht, denn gemeint ist damit nicht der Zeitraum, den man braucht, um sich wieder zu konzentrieren. Vielmehr geht es darum, dass man sich nach einer Unterbrechung immer weiter ablenken lässt. Demnach gingen die Teilnehmer der Studie nach der Unterbrechung erstmal zwei anderen Aufgaben nach, bevor sie sich ihrer Ursprungsaufgabe wieder widmeten – eben nach besagten 23 Minuten.

Wenn es nur darum geht, in einen Mini-Flow zu kommen, also sich wirklich auf eine Aufgabe einzulassen und Konzentration aufzubauen, funktionieren die 8 Minuten für mich großartig. Wenn du meine 8-Minuten-Regel ausprobierst, lass mich gern wissen, ob sie bei dir ebenso gut klappt!

Was dir die 8-Minuten-Regel bringt

8 Minuten schaffst du immer – egal, worum es geht und wie groß die Ablenkungen sind. Für 8 Minuten steht dein innerer Schweinehund nicht von der Couch auf, um dich abzuhalten. Die Hürde ist also so niedrig, dass du darüber tanzen kannst statt springen zu müssen. Anfangen wird einfach, wenn du nur 8 Minuten durchhalten musst. Das ist der erste Vorteil.

Der zweite: 8 Minuten reichen (zumindest bei mir) aus, um so in die Aufgabe zu finden, dass weitermachen leichter und bequemer ist als aufzuhören und irgendwann NOCH MAL anzufangen. Also sorgt die 8-Minuten-Regel bei mir fast immer dafür, dass ich die Aufgabe auch durchziehe.

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2 Kommentare zu “Für alle „Mach ich später“-Typen: Die 8-Minuten-Regel

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